Klagefall

Schlagwort: Skat

Traditionell bekomme ich beim Skat schlechte Karten und war heute deshalb sehr überrascht, als ich auf dem Schachserver in Hinterhand dieses Blatt aufnahm. Die beiden Zehnen drücken, Grand ansagen und dann hoffen, dass alle vier Asse laufen, das wären minimal 62 Augen. Ein klarer Plan.

Mittelhand reizte noch ein bisschen mit, ich vermutete, dass er einen Null hatte. 18, 20, 22, 23, 24 (okay, kein Null, also wohl Null Ouvert), 27, 30, 33, 35, 36, 40, 44, 45, 46, 48 (kein Null Ouvert? Etwa ein Null Ouvert Hand?). Ich überlegte, ob ich hier aussteigen sollte, der Grand ohne 4 geht zwar bis 120, aber wenn ein schwarzer Bube im Skat liegt, hätte ich mich überreizt. Andererseits: so ein Blatt liegenlassen? 50, 54, 55, 59, 60. Er hielt auch noch die 60. Also kein Nullspiel von ihm. Er musste eine Farbe reizen und das war nur dann sinnvoll, wenn er alle Buben hatte. Mit 4, Spiel 5 mal Kreuz sind 60, rechnete ich. Ich konnte mich also nicht überreizen. Und weiter. 63, 66, 70, 72. Das wäre ein Kreuz Hand mit 4 bei ihm. 77. Und endlich passte er.

Im Skat lagen Kreuz 10 und Karo 7. Ich drückte Pik 10 und Herz 10, spielte den Grand und gewann mit etwas Glück sogar.

Manchmal hätte ich gern eine Skatrunde.

Heute habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Grand Ouvert bekommen. Und weil mein Blog mein digitales Sportlerheim ist, hänge ich den hier gleich an die Wand (Mittelhand: gajcy1959, Hinterhand: octawia1). Das Spiel ist nur in Vorhand unverlierbar (wenn es schlecht sitzt, kann der Herz-Bube sonst im ersten Stich auf eine Fehlfarbe hin verstochen werden): Ich weiß nicht, ob ich es in einer anderen Position angesagt hätte.

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