Ob ein Skatturnier gelungen war oder nicht, entscheidet sich häufig an einem Spiel. Bei meinem letzten Skatabend hatte ich wieder so eins.

Das sind meine zwölf Karten nach Skataufnahme in Mittelhand. Was drücken, was spielen? Da ich kein einfaches Farbspiel erkennen konnte, entschied ich mich dafür, die beiden Herzkarten zu drücken und einen Grand anzusagen — mit dem klaren Plan, auf Karo und Kreuz jeweils maximal 28 Augen abzugeben und die restlichen sechs Stiche selbst zu machen. Das Spiel nahm folgenden Verlauf: Karo-Ass, Karo-Sieben, Karo-Zehn = 21 Augen. Karo-König, Karo-Neun, Karo-Acht = 25 Augen. Karo-Dame, Einstich Karo-Bube, Überstich Pik-Bube = 32 Augen. Kreuz-Ass, Kreuz-Zehn, Kreuz-Sieben = 53 Augen. Kreuz-König, Kreuz-Dame, Kreuz-Acht = 60 Augen.
Da musste schon eine Menge passieren, um dieses Spiel so zu verlieren. Hinterher habe ich lange darüber nachgedacht, ob ich im dritten Stich auf die Karo-Dame eine Kreuz-Lusche hätte abwerfen sollen. Aber auch dann kann ich verlieren, und so bestand immerhin die Möglichkeit, dass der Pik-Bube nicht bei Hinterhand war. Überhaupt habe ich noch lange über dieses Spiel nachgedacht.
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