[Eine Juninacht in der Uckermark]

Schmierzettel, Halbfabrikate, Remixes
[Eine Juninacht in der Uckermark]

Ich sehe das zweite Mal Lost, viel langsamer als vor einem Jahr und soweit möglich mit dem Originalton. Die Figuren sind vertrauter geworden, anrührender. Die Geschichte ist groß genug, es kann noch von vielen Seiten her daran angebaut werden. Also macht das bitte.
Beim Wiederlesen der Schachnovelle: Stefan Zweig trifft den Punkt sehr gut. Schach ist Mustererkennung. Großmeister hebt diese Fähigkeit heraus (Magnus Carlsen ist das aktuelle Beispiel dafür), nicht ihre mechanische Rechenleistung. Dass ein Amateur den Schachweltmeister schlägt, ist eine unerhörte Begebenheit, die aber konkret nicht außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit war, wenn man monatelang Partien memoriert beziehungsweise erfunden hatte.
Nachtrag
1) Vergangenheitsform – im Zeitalter der Schachmaschinen würden selbstgeschaffene Bilder wohl nicht mehr ausreichen, die Programme haben neue Muster geschaffen.
2) Im Go ist das Verhältnis zwischen Rechnen und Bildgedächtnis auf die Spitze getrieben, dort geht es noch mehr um good shape (良い形 yoikatachi).