[Schmierzettel, Halbfabrikate, Remixes]

Wenn man das so sagen kann, ist John Heaton mein Lieblings-Youtuber. Jemand mit gutem Geschmack, außerordentlichem Musikwissen und einem angenehmen Understatement. In seinem neuesten Video werde ich erwähnt. My 15 seconds of fame. Danke, John!

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Jahresanfang

Das Fahrradabteil ist kleiner, die Fahrradkarten sind teurer geworden. Fahrplanwechsel in Zeiten des Klimawandels.

Die Berliner verlassen langsam wieder die Insel. Vor Wolgast ein Stau wie im Sommer.

Die Luft zwischen Zinnowitz und Trassenheide: Meer, Kiefernwald, keine Autos. Es kann so einfach sein. Wir simulieren eine Art Strandspaziergang.

Der Versuchung widerstanden, im Restaurant meine Nudelsuppe zu fotografieren.

Am Nachmittag wird die Luft kälter, der Nebel feuchter, der Wind schneidender. Da stehen wir schon am Haltepunkt Trassenheide und warten auf die Rückfahrt.

In Züssow haben sie einen Glaskasten auf den Bahnsteig gesetzt. Die Installation eines Wartesaals. Als Nächstes könnten sie die Mitropa im alten Bahnhofsgebäude wieder aufmachen, die steht leer und lässt sich beheizen.

Wanderer, kommst du nach Züssow, vergiss das Kleingeld nicht, willst du Trost suchen am Snackautomaten.

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Zeitkapsel (1)

Auf der Speicherkarte der reparierten Kamera finden sich die Bilder einer nächtlichen Fährüberfahrt. In dieser Nacht ging der Apparat kaputt, ich habe noch eine vage Erinnerung daran, auf dem Oberdeck war es kalt und klamm, vielleicht deshalb. Der Zeitstempel sagt, es war im Herbst 2015, was sehr gut sein kann, in diesem Jahr fuhren wir mehrmals über die Ostsee. Trotzdem kann ich das Foto nicht mehr genau zuordnen. Eine Flaschenpost aus der Vergangenheit, schon halb verwischt.

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Posteingang (2)

Kalle Anka ist in meiner schwedischen Lieblingsstadt Göteborg und dank Dagmar darf ich dabeisein.

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Posteingang (1)

Seit einigen Jahren lese ich die diversen Blogs von Stephan Kleinert, der vor allem über sein Leben am Rande des Rheins schreibt und fotografiert. Und der ein Musiker ist. Sein Band heißt Botany Bay und jetzt habe ich es endlich geschafft, deren neueste und vielleicht letzte Platte thanksgiver zu kaufen. Man merkt, dass sie niemandem mehr etwas beweisen wollen, sehr angenehm, sehr sicher. Vor allem die Suite auf der ersten Seite fließt wie ein warmer, langsamer Fluss durch den Raum. Wunderschönes Artwork, saubere Pressung. Ich bin ganz glücklich über diese Entdeckung.

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