In Vorbereitung auf den Sommer die Bornholmer Novellen von Martin Andersen Nexö gelesen. In Nexø gibt es ein Nexö-Museum, Nexø liegt in Reichweite für eine Radtour. Das passt gut.

Von Andersen Nexö kannte ich noch gar nichts, nicht mal Pelle, den Eroberer. Die Novellen waren beeindruckend. Kleine Leute, die einen verbissenen Kampf gegen Armut, Hunger, Krankheit und Tod führen, mit wenig Erfolg. Fischer, Arbeiter, Seeleute, Erweckte auf der Suche nach Würde. Man wünscht sich förmlich, dass endlich die Socialdemokraterne auf der politischen Bühne erscheinen und dem ganzen Elend ein Ende machen. Diesen Wunsch hervorzurufen, ohne die Arbeiterbewegung auch nur ein einziges Mal zu erwähnen, ist vielleicht die Kunst dieser Geschichten.

Andersen Nexö ist nur antiquarisch zu bekommen, daher hatte ich die illustrierte und gebundene Ausgabe von Aufbau. Ein schönes Buch.

Zu Bornholm gehört dann natürlich noch Fluss ohne Ufer, aber das muss warten.

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